Bei einem Lüftungsgerätetausch muss entschieden werden, welche Teile der Luftverteilung weiter nutzbar sind. Ein neues Gerät und unveränderte Rohranschlüsse sind noch kein Nachweis für ein geeignetes Gesamtsystem.
Der Erhalt ist eine konkrete Prüfentscheidung
Die Zehnder-Checkliste nennt die Weiternutzung bestehender Luftverteilung als mögliche Renovierungsvariante und fordert eine Prüfung ihrer Eignung. Das ist keine pauschale Freigabe jeder alten Installation.
Legen Sie alte Planung, Raumliste und bisherige Einstellunterlagen bereit. Markieren Sie Änderungen der Nutzung, neue Räume und versetzte Wände. Der Zustand bei der ersten Inbetriebnahme muss nicht dem heutigen Zustand entsprechen.
Gerät, Luftbedarf und Verteilung zusammenführen
Lassen Sie den Fachbetrieb erklären, ob die vorhandenen Wege und Anschlüsse zur geplanten Lösung passen. Der Vergleich muss auch den heutigen Bedarf der Räume berücksichtigen. Ein höherer Geräte-Maximalwert ist kein Beleg für die Eignung jedes angeschlossenen Strangs.
Trennen Sie im Angebot den Gerätetausch von nötigen Arbeiten an Verteilung und Auslässen. Vereinbaren Sie die Funktionsprüfung nach dem Umbau und eine aktualisierte Dokumentation. So bleibt erkennbar, welche alten Teile bewusst übernommen und welche tatsächlich geändert wurden.
- Änderungen im Plan markieren
- Verteilung fachlich bewerten
- Umbau und Prüfung abgrenzen
Fehlerfall: Neuer Raum ohne Prüfung am alten Strang
Ein zusätzlicher Raum wird angeschlossen und das Gerät anschließend höher eingestellt. Lassen Sie den veränderten Anlagenumfang fachlich prüfen, statt die Erweiterung nur über eine Betriebsstufe zu kompensieren.
Für AW HTK helfen Bestandsskizze, neues Raumprogramm und das geplante Gerät. Ziel des möglichen Auftrags ist eine begründete Erhaltungs- oder Anpassungsentscheidung, keine garantierte Weiterverwendung aller vorhandenen Leitungen.
Passender Ratgeber
Offizielle Quellen
Bei zeitkritischen Rechts- und Förderfragen gilt die am Entscheidungstag aktuelle amtliche Fassung.