Eine bei der Prüfung trocken bleibende Pressstelle ist nur zusammen mit den Prüfbedingungen aussagekräftig.
Prüfmedium und Druck zuordnen
Eine bei der Prüfung trocken bleibende Pressstelle ist nur zusammen mit den Prüfbedingungen aussagekräftig. Erfassen Sie deshalb Prüfmedium, Druck und Bauteil, bevor der Befund als Beleg einer ausgeführten Verpressung verstanden wird. Ein Foto ohne diese Zuordnung lässt die entscheidenden Bedingungen offen.
Viega beschreibt für Profipress die SC-Contur als Unverpresst-Erkennung innerhalb bestimmter Druckbereiche. Bei nasser Dichtheitsprüfung nennt die Anleitung 1,0 bis 6,5 bar, bei trockener Prüfung 22 mbar bis 3,0 bar. Diese Bereiche gehören zur beschriebenen Erkennungsfunktion und sind keine beliebigen Alternativen für jeden Prüfablauf.
Sonderbauteile im Prüfplan erkennen
Zusätzlich bestehen ausdrücklich bezeichnete Ausnahmen. Die in der Anleitung aufgezählten Sonderbauteile in den Dimensionen d 10 und d 14 haben keine SC-Contur. Der Fachbetrieb muss solche Komponenten im vorhandenen System erkennen, damit die Prüfbeurteilung nicht eine dort fehlende Eigenschaft voraussetzt.
Der Nenndruck PN 16 beschreibt eine andere Produkteigenschaft. Er ersetzt weder den passenden Prüfplan noch die Grenzen der Unverpresst-Erkennung. Auch eine sichtbare farbliche Kennzeichnung sollte zum tatsächlich eingebauten Modell zugeordnet werden, statt daraus allein den Zustand jeder Verbindung einer Anlage abzuleiten.
Ergebnis vor dem Verdecken dokumentieren
Die Anleitung verlangt die Dichtheitsprüfung an der fertiggestellten, noch nicht verdeckten Anlage und die Dokumentation des Ergebnisses. Bei einem Umbau sollte daher feststehen, wann Wände oder Schächte geschlossen werden. Nachträglich unerreichbare Verbindungen erschweren die Klärung eines unvollständig dokumentierten Prüfzustands.
Für AW HTK helfen eine Bauteilliste, Fotos der zugänglichen Verbindungsstellen und das vollständige Prüfprotokoll mit Druck und Medium. Benennen Sie offene Punkte vor dem nächsten Ausbauabschnitt. Prüfverfahren, Sonderbauteile und erforderliche Nachprüfung werden durch den zuständigen Fachbetrieb gemeinsam zugeordnet; erhöhen Sie den Prüfdruck nicht auf eigene Vermutung.
Passender Ratgeber
Häufige Fragen
Welche Prüfbedingungen und Sonderbauteile müssen bekannt sein, bevor aus fehlendem Wasseraustritt eine verpresste Verbindung abgeleitet wird?
Viega nennt für unverpresste SC-Verbindungen nasse Prüfungen bei 1–6,5 bar und trockene bei 22 mbar–3 bar. Genannte Sonderbauteile in d 10 und d 14 haben keine SC-Contur. PN 16 ist keine alternative Prüfdruckangabe.
Was gehört für diese Frage in die Anfrage?
Für AW HTK helfen eine Bauteilliste, Fotos der zugänglichen Verbindungsstellen und das vollständige Prüfprotokoll mit Druck und Medium. Benennen Sie offene Punkte vor dem nächsten Ausbauabschnitt. Prüfverfahren, Sonderbauteile und erforderliche Nachprüfung werden durch den zuständigen Fachbetrieb gemeinsam zugeordnet; erhöhen Sie den Prüfdruck nicht auf eigene Vermutung.
Offizielle Quellen
Bei zeitkritischen Rechts- und Förderfragen gilt die am Entscheidungstag aktuelle amtliche Fassung.