Ein thermostatisches Mischventil kann bei einer kleinen Entnahme außerhalb der Bedingungen seiner angegebenen Temperaturstabilität arbeiten.
Stabilitätsangabe mit Bedingungen lesen
Ein thermostatisches Mischventil kann bei einer kleinen Entnahme außerhalb der Bedingungen seiner angegebenen Temperaturstabilität arbeiten. Deshalb wird eine Schwankung nicht allein anhand des größten Durchflusswerts oder des Anschlussgewindes beurteilt. Für die Auswahl zählen der tatsächliche Entnahmestrom und die Temperaturen sowie Druckbedingungen an den Eingängen.
ESBE bindet die Stabilitätswerte der VTA320- und VTA520-Reihen an definierte Voraussetzungen. Genannt werden unveränderte Zulaufdrücke, mindestens vier beziehungsweise neun Liter pro Minute sowie mindestens zehn Kelvin zwischen Warmwassereingang und Mischwasserausgang. Die Bedingungen gehören zur jeweiligen Angabe und werden beim Vergleich nicht weggelassen.
Kleine Zapfung und Warmwasserreserve prüfen
Eine sehr kleine Zapfung kann unter dem für die gewählte Reihe genannten Mindestdurchfluss liegen. Ebenso kann ein nur wenig wärmerer Warmwasserzulauf den geforderten Temperaturabstand unterschreiten. Beides sind zu prüfende Betriebsbedingungen; eine sichtbare Schwankung beweist deshalb noch nicht, dass das Ventil unabhängig davon defekt sein muss.
Der größere Kvs-Wert ist keine automatische Lösung für jede Nutzung. Er beschreibt eine hydraulische Eigenschaft und ersetzt weder den Mindeststrom noch die erforderliche Warmwasserreserve. Die Fachperson vergleicht gewünschte Mischtemperatur, verfügbare Temperaturen und reale Entnahme mit den Angaben der konkret vorgesehenen Ventilreihe.
Mischventil anhand des Betriebspunkts auswählen
Notieren Sie, bei welchen Entnahmestellen und welchen Nutzungen die Schwankung auffällt. Eine einzelne Temperaturbeobachtung bei stark wechselnder Zapfung sagt weniger aus als ein dokumentierter Ablauf. An den heißen Zuläufen und der Ventileinstellung werden für diese erste Erfassung keine eigenständigen Montage- oder Einstellversuche durchgeführt.
Für AW HTK helfen Ventilbezeichnung, bekannte Zulauftemperaturen und Angaben zur kleinen sowie größeren Entnahme. Der Prüfauftrag klärt zuerst den Betriebspunkt gegenüber den Herstellerbedingungen. Erst danach lässt sich über Versorgung, Ventildimensionierung oder einen technischen Fehler entscheiden, statt die Stabilitätszusage ohne ihre Voraussetzungen zu verwenden.
Passender Ratgeber
Häufige Fragen
Ist die beworbene Temperaturstabilität beim tatsächlich kleinen Durchfluss und geringen Warmwasser-Vorsprung überhaupt spezifiziert?
ESBE bindet die Stabilitätswerte von VTA320/520 an unveränderte Zulaufdrücke, mindestens vier beziehungsweise neun Liter pro Minute und mindestens zehn Kelvin zwischen Warmwassereingang und Mischwasserausgang. Ein größerer Kvs-Wert allein löst eine kleine Entnahme nicht passend.
Was gehört für diese Frage in die Anfrage?
Für AW HTK helfen Ventilbezeichnung, bekannte Zulauftemperaturen und Angaben zur kleinen sowie größeren Entnahme. Der Prüfauftrag klärt zuerst den Betriebspunkt gegenüber den Herstellerbedingungen. Erst danach lässt sich über Versorgung, Ventildimensionierung oder einen technischen Fehler entscheiden, statt die Stabilitätszusage ohne ihre Voraussetzungen zu verwenden.
Offizielle Quellen
Bei zeitkritischen Rechts- und Förderfragen gilt die am Entscheidungstag aktuelle amtliche Fassung.