Zwischen Heizphasen bleibt bei Homematic IP eine Basis-Temperatur vorgesehen. Eine Lücke im Zeitplan bedeutet daher nicht automatisch, dass die Raumregelung ausgeschaltet ist.
Die Lücke im Tagesplan genau benennen
Wählen Sie den tatsächlich aktiven Wochenplan des betroffenen Raums und notieren Sie den fraglichen Wochentag. Halten Sie Start, Ende und Temperatur der angrenzenden Phasen fest. Die Basis-Temperatur bekommt eine eigene Zeile. Eine Ansicht nur der eingetragenen Komfortzeiten zeigt sonst nicht die vollständige Vorgabe des Tages.
Unterscheiden Sie weiterhin spürbare Restwärme von einer angezeigten Temperaturanforderung. Ein Heizkörper oder Fußboden kann nach einer Phase noch Wärme abgeben. Notieren Sie deshalb Uhrzeit, angezeigten Sollwert und beobachteten Raumzustand zusammen. Diese Angaben verhindern, dass allein eine warme Oberfläche als Beweis für einen falsch gespeicherten Zeitplan dient.
Außerhalb der Phasen gilt eine eigene Vorgabe
Das Anwenderhandbuch V21.3 definiert die Basis-Temperatur als konstante Raumtemperatur außerhalb einer Heiz- oder Absenkphase des Profils. Eine nicht belegte Zeitspanne ist damit keine automatische Aus-Stellung. Der Basiswert kann im Profil angepasst werden. Die im Standardprofil genannten Werkseinstellungen sind hier keine Empfehlung für Ihr Gebäude oder Ihre Nutzung.
Diese Funktion unterscheidet sich vom Vorrang einer konfigurierten Minimal- oder Maximaltemperatur. Sie beantwortet zuerst, welcher Profilwert zwischen den Phasen vorgesehen ist. Auch Optimum-Start/Stopp erklärt einen anderen Verlauf, nämlich vorausschauendes Aufheizen oder Absenken. Mehrere Regelungen werden deshalb nicht unter dem einzigen Begriff „Zeitprogrammfehler“ zusammengefasst.
Den Raumverlauf mit dem vollständigen Profil erklären
Besprechen Sie, welche Temperaturführung während regelmäßig unbelegter Stunden tatsächlich gewünscht ist. Eine Änderung der Komfortphase lässt den bisherigen Basiswert nicht automatisch entfallen. Lassen Sie bei der Einweisung den vollständigen Tagesverlauf erklären und halten Sie den vereinbarten Plan fest. Schutzanforderungen und Eigenschaften des Gebäudes bleiben bei der Wahl der Werte zu berücksichtigen.
Für AW HTK genügen Raum, aktives Profil, Basiswert und der konkret beanstandete Zeitraum. Bleibt der beobachtete Sollwert unverständlich oder der Raum trotz erklärter Vorgabe zu warm, wird das zusätzlich geprüft. Eine pauschale Abschaltung der zentralen Heizung folgt daraus nicht. Die Bedienerklärung bestätigt auch keine bestimmte Einsparung aus einer längeren Lücke im Wochenplan.
Passender Ratgeber
Häufige Fragen
Bedeutet eine Lücke im Profil automatisch aus?
Das Handbuch beschreibt außerhalb der Phasen eine eigene Basis-Temperatur.
Ist der Basiswert die maximale Raumtemperatur?
Basiswert und konfigurierte Raumgrenze erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Beweist Restwärme einen falsch gespeicherten Plan?
Sollwert, Uhrzeit und Wärmeabgabe werden getrennt beobachtet.
Offizielle Quellen
Bei zeitkritischen Rechts- und Förderfragen gilt die am Entscheidungstag aktuelle amtliche Fassung.