Füllwasser beeinflusst Steinbildung, Korrosion und Schlamm. Aufbereitung und Nachspeisung folgen Anlagenvolumen, Werkstoffen und Herstellervorgaben – nicht der Trinkwasserhärte allein.
Warum Leitungswasser nicht immer passt
Härtebildner können bei hohen Temperaturen Ablagerungen erzeugen. Leitfähigkeit, Sauerstoffeintrag und unterschiedliche Metalle beeinflussen Korrosion. Die Anforderungen richten sich nach Gesamtanlage und Wärmeerzeuger.
Aufbereitung passend wählen
Enthärtung und Vollentsalzung lösen unterschiedliche Aufgaben. pH-Wert und Leitfähigkeit entwickeln sich nach der Befüllung; Herstellerangaben und anerkannte technische Regeln bestimmen Verfahren und Kontrolle.
Spülen, filtern und entlüften
Umbau- und Bestandsanlagen können Magnetit, Dichtmittelreste oder Schmutz enthalten. Fachgerechtes Spülen, Schmutz- beziehungsweise Magnetitabscheidung und Entlüftung schützen Wärmetauscher, Pumpen und Ventile.
Nachspeisung ist ein Diagnosehinweis
Häufiges Nachfüllen bringt neues Wasser und Sauerstoff ins System. Ursache für Druckverlust wird gesucht; Füllmenge, Wasserwerte und Behandlung werden im Anlagenbuch dokumentiert.
Häufige Fragen
Darf ich selbst Leitungswasser nachfüllen?
Nur wenn Anlagenkonzept, Systemtrenner und Aufbereitung dies vorsehen. Häufiges Nachfüllen gehört diagnostiziert.
Ist braunes Heizungswasser normal?
Es weist auf Korrosionsprodukte oder Schmutz hin und sollte fachlich eingeordnet werden.
Muss Heizungswasser regelmäßig gewechselt werden?
Nicht pauschal. Ein geschlossenes, stabiles System soll nicht unnötig mit neuem Sauerstoff belastet werden.
Offizielle Quellen
- Gesetze im Internet: § 60a GEG – Prüfung und Optimierung von Wärmepumpen ↗
- Bundesverband Wärmepumpe: Fach- und Verbraucherinformationen ↗
Bei zeitkritischen Rechts- und Förderfragen gilt die am Entscheidungstag aktuelle amtliche Fassung.