Regelung optimieren · 7 Min.

Heizkurve richtig einstellen: Niveau und Neigung verstehen

Die Heizkurve übersetzt Außentemperatur in Vorlauftemperatur. Eine gute Einstellung hält Räume warm, ohne das ganze System unnötig heiß zu fahren.

Wärme verteilen

Jeder Raum bekommt,
was er braucht.

Nicht jeder Raum braucht gleich viel Wärme. Ein hydraulischer Abgleich stimmt die Wassermengen auf die Heizlasten und Heizflächen ab.

Heizungsverteilung FunktionsprinzipHeizflächenVorlaufRücklauf
Ein gemeinsamer Vorlauf verteilt Heizwasser auf drei parallele Heizkreise. Jeder Kreis besitzt eine Einstellung und führt das abgekühlte Wasser in den gemeinsamen Rücklauf zurück.1234WÄRME ERZEUGENBEDARFSGERECHT VERTEILEN

Passende Volumenströme verbinden Wärmeerzeugung und Raumkomfort.

01Wärme bereitstellen

Der Wärmeerzeuger erwärmt das Heizwasser. Der gemeinsame Vorlauf versorgt die einzelnen Heizkreise.

02Wassermengen einstellen

Die Einstellung jedes Kreises berücksichtigt die jeweilige Raumheizlast. Alle Räume pauschal gleich zu versorgen, wäre kein hydraulischer Abgleich.

03Wärme im Raum abgeben

Heizkörper oder Flächenheizung übertragen Energie an den Raum. Größe, Durchfluss und Vorlauftemperatur wirken zusammen.

04Wasser zurückführen

Das abgekühlte Heizwasser fließt im gemeinsamen Rücklauf zum Wärmeerzeuger. Der geschlossene Heizwasserkreis beginnt von vorn.

Prinzip einer parallelen Heizungsverteilung. Pumpen, Sicherheitseinrichtungen und weitere Armaturen sind zur Übersicht nicht vollständig dargestellt.

Technikraum mit Speichern und gedämmten Rohrleitungen
Heizung & Hydraulik · Heizkurve richtig einstellen: Niveau und Neigung verstehen Symbolbild, KI-generiert

Die Heizkurve übersetzt Außentemperatur in Vorlauftemperatur. Eine gute Einstellung hält Räume warm, ohne das ganze System unnötig heiß zu fahren.

Neigung und Niveau

Die Neigung bestimmt, wie stark die Vorlauftemperatur bei sinkender Außentemperatur steigt. Das Niveau verschiebt die Kurve insgesamt. Hersteller verwenden dafür unterschiedliche Bezeichnungen.

In kleinen Schritten optimieren

An stabilen kalten Tagen werden Referenzräume mit weit geöffneten Thermostatventilen beobachtet. Änderungen erfolgen einzeln und mit ausreichend Zeit zur Reaktion.

Fehlerbild richtig lesen

Sind alle Räume immer zu warm, liegt das Niveau oft zu hoch. Werden Räume nur bei starkem Frost knapp, kann die Neigung zu niedrig sein. Einzelne Räume sprechen eher für Heizfläche oder Hydraulik.

  • Änderung und Wetter notieren
  • Nachtabsenkung mitbewerten
  • Warmwasserregelung getrennt lassen

Passender Ratgeber

Projektstart

Erst verstehen. Dann entscheiden.

Schildern Sie uns Gebäude, Bestand und Ziel. Wir sagen Ihnen, welche Daten für den nächsten sinnvollen Schritt fehlen.