Eine Tropfenzahl ist erst mit Prüfset, Füllmarke, Probenort und Einheit vergleichbar. Vor einer Änderung am Enthärter prüfen, ob zwei Härteangaben tatsächlich denselben Wert beschreiben.
Zwei Messergebnisse lesbar nebeneinanderlegen
Führen Sie für jede vorhandene Härteprüfung eine eigene Zeile mit Datum, Entnahmestelle, verwendetem Prüfset und Ergebnis einschließlich Einheit. Ergänzen Sie die benutzte Füllmarke des Prüfröhrchens. Bleibt eine Angabe unbekannt, wird sie nachgefragt. Die Aussage „sechs Tropfen“ allein ist noch keine ausreichend beschriftete Wasseranalyse.
Ordnen Sie außerdem zu, ob vor oder nach der Enthärtungsanlage gemessen wurde. Eine Angabe des Wasserversorgers und ein Wert am Waschtisch können unterschiedliche Entnahmebedingungen beschreiben. Daraus wird nicht unmittelbar ein Gerätefehler abgeleitet. Legen Sie vorhandene Prüfzettel und die Originalanleitung bereit, statt Zahlen ohne ihren Messbezug zusammenzurechnen.
Beim softliQ:SD-Prüfset entscheidet die Füllmarke mit
Grünbeck unterscheidet beim beschriebenen Prüfset die Füllmarken °dH und °f. Sechs Tropfen ergeben bei der jeweiligen Marke sechs °dH beziehungsweise sechs °f. Aus °f wird durch Teilen durch zehn mmol/l: sechs °f entsprechen 0,6 mmol/l. Gleiche Tropfenzahlen bedeuten damit nicht automatisch gleiche Härte.
Übertragen Sie diese Auswertung nur auf das dazugehörige Prüfset. Für andere Reagenzien, Probenmengen oder Messverfahren gilt deren Anleitung. Eine unbeschriftete alte Probe wird nicht nachträglich mit einer vermuteten Einheit versehen. Bei fehlender Messgrundlage wird eine nachvollziehbare erneute Prüfung vereinbart, bevor der Anlagenwert als falsch bewertet wird.
Messzuordnung vor einer Einstellkorrektur klären
Fiktiver Vergleichsfall: Zwei Personen nennen jeweils sechs Tropfen, nutzten aber verschiedene Füllmarken. Die Abweichung liegt zunächst in der unvollständigen Dokumentation. Daraus folgt keine Freigabe, Verschneidung oder Rohwasserhärte am Enthärter zu ändern. Zuerst wird eine vergleichbare Ergebnisliste hergestellt und der konkrete Probenort bestätigt.
Für AW HTK helfen Typ der Enthärtungsanlage, Prüfsetbezeichnung und vollständig beschriftete Werte. Fragen Sie nach der fachlichen Zuordnung der Messung und einer eventuell nötigen Kontrolle. Diese Seite legt keine gewünschte Resthärte oder Trinkwassereignung fest. Unbekannte Probehähne werden nicht versuchsweise geöffnet; Benutzerpflege bleibt an die eigene Anleitung gebunden.
Passender Ratgeber
Häufige Fragen
Sind sechs Tropfen immer sechs °dH?
Die Auswertung benötigt das konkrete Prüfset und die benutzte Füllmarke.
Darf ein Weichwasserwert als Rohwasserwert übernommen werden?
Vor einer Eingabe muss die Probe ihrer tatsächlichen Entnahmestelle zugeordnet sein.
Bestimmt die Umrechnung die richtige Resthärte?
Sie klärt die Einheit; eine Anlageneinstellung ist eine gesonderte fachliche Entscheidung.
Offizielle Quellen
Bei zeitkritischen Rechts- und Förderfragen gilt die am Entscheidungstag aktuelle amtliche Fassung.