Eine Regenwassernutzungsanlage darf keine direkte Querverbindung zur Trinkwasserinstallation bilden. Vor einer Nachspeisung müssen Trennung, Kennzeichnung und Zuständigkeit am vorhandenen System geklärt werden.
Gibt es eine direkte Verbindung?
Zeichnen Sie Zisterne, Pumpe, Nachspeisemodul und die sichtbaren Leitungen bis zu den Entnahmestellen ein. Der DVGW verlangt für Regenwassernutzungsanlagen, dass keine direkte Querverbindung zur Trinkwasserinstallation besteht. Eine gemeinsame Leitung oder ein lediglich eingesetztes Rückschlagventil ist kein Nachweis für die erforderliche Trennung.
Die Sicherungsarmatur hinter dem Hauswasserzähler schützt eine andere Systemgrenze. Bei der Nachspeisung in eine Regenwasseranlage steht die Trennung zwischen Trinkwasser und Nichttrinkwasser im Mittelpunkt. Alte Umbauten oder wechselnde Nutzungen machen den tatsächlichen Leitungsverlauf besonders wichtig.
- zwei Netze getrennt erfassen
- Nachspeisepunkt fotografieren
- Umbauten dokumentieren
Ist der freie Auslauf erkennbar?
Der DVGW beschreibt einen freien Auslauf als Sicherung für die Trinkwassernachspeisung der Regenwassernutzungsanlage. Häufig ist er Teil eines Nachspeisemoduls. Ob das vorhandene Modul zur konkreten Anlage passt und dauerhaft funktionsfähig ist, lässt sich aus Gehäusefarbe oder Produktname nicht ablesen.
Auch Nichttrinkwasserleitungen und Entnahmestellen müssen dauerhaft und unverwechselbar gekennzeichnet sein. Das Umweltbundesamt weist für die Nutzung im Haushalt ebenfalls auf Sicherungseinrichtung und Kennzeichnung hin. Fehlende Schilder oder unbekannte Verbindungen werden vor einem Weiterbetrieb fachlich geklärt.
Wer prüft die Anlage vor dem Umbau?
Legen Sie dem eingetragenen Installationsbetrieb vorhandene Pläne, Produktunterlagen, Fotos von Nachspeisung und Entnahmestellen sowie Angaben zum vorgesehenen Umbau vor. Die Fachleute beurteilen Trennung, Leitungsverlauf, Kennzeichnung und Wartung nach dem tatsächlichen Bestand. Eine Änderung am Trinkwassernetz erfolgt nicht aufgrund dieses Ratgebers.
Bei Verdacht auf eine direkte Querverbindung wird keine Nutzung oder Nachspeisung aus der Ferne freigegeben. Die zuständigen Fachleute klären den sicheren Zustand. AW HTK kann eine Anfrage aufnehmen, behauptet hier aber keine Prüfung oder Reparatur einer konkret unbekannten Regenwasseranlage.
Passender Ratgeber
Häufige Fragen
Reicht ein Rückschlagventil zwischen beiden Netzen?
Eine direkte Querverbindung darf nicht bestehen. Die erforderliche Sicherung und der freie Auslauf sind am konkreten System fachlich zu prüfen.
Muss ein Regenwasserhahn gekennzeichnet sein?
Nichttrinkwasser-Entnahmestellen müssen eindeutig und dauerhaft als solche erkennbar sein.
Offizielle Quellen
Bei zeitkritischen Rechts- und Förderfragen gilt die am Entscheidungstag aktuelle amtliche Fassung.