Haustechnik verstehen · Veröffentlicht am 10.10.2026

Lüftungsfilter: G4, F7 und ePM1 unterscheiden

Alte und neue Filterklassen lassen sich nicht einfach gleichsetzen. Was G4, F7 und ePM1 bedeuten und welche Angaben für den Ersatzfilter zählen.

Die Entscheidung vorbereiten

Die Filterklasse vom passenden Ersatz trennen

Vier Prüfpunkte für Ihre Anfrage. Die Darstellung ordnet die Fragen; sie zeigt keine Leitungsführung oder Einbaulösung.

Die konkrete EntscheidungEntscheidungsweg · keine Montageanleitung
Die Filterklasse vom passenden Ersatz trennenBezeichnung einordnen → Gerätemodell bestimmen → Luftweg zuordnen → Freigabe abgleichen. Die Erläuterungen zu den vier Punkten stehen unter der Grafik. 1Bezeichnung einordnen2Gerätemodell bestimmen3Luftweg zuordnen4Freigabe abgleichen Die Filterklasse vom passenden Ersatz trennenBezeichnung einordnen → Gerätemodell bestimmen → Luftweg zuordnen → Freigabe abgleichen. Die Erläuterungen zu den vier Punkten stehen unter der Grafik. 1Bezeichnung einordnen2Gerätemodell bestimmen3Luftweg zuordnen4Freigabe abgleichen
01Bezeichnung einordnen

G4 und F7 gehören zum älteren Klassifizierungssystem. ISO Coarse und ePM1 lassen sich damit nicht unmittelbar gleichsetzen.

02Gerätemodell bestimmen

Notieren Sie das genaue Lüftungsmodell und verwenden Sie seine Anleitung. Die Filterklasse beschreibt keine Abmessung oder Einbaulage.

03Luftweg zuordnen

Zuluft und Abluft haben unterschiedliche Aufgaben. Ordnen Sie die Einsätze den vorgesehenen Positionen zu, statt ähnlich große Filter beliebig zu tauschen.

04Freigabe abgleichen

Gleichen Sie Produktfreigabe und Geräteangaben ab. Eine höhere Abscheidung allein ist keine Freigabe für einen dichteren Einsatz.

Redaktioneller Entscheidungsweg zu diesem Artikel. Die offiziellen Quellen und der vollständige Zusammenhang folgen im Text. Eine konkrete Anlage wird vor Ort beurteilt.

Warum auf der neuen Packung etwas anderes steht

Bei älteren Lüftungsfiltern begegnen Ihnen Bezeichnungen wie G4 oder F7. Die Klassifizierung nach ISO 16890 verwendet dagegen Gruppen wie ISO Coarse und ePM1. Zehnder erläutert die Umstellung und weist darauf hin, dass eine direkte Umrechnung des alten Systems in das neue nicht möglich ist. Das verhindert einen häufigen Fehlkauf: Ein ähnlich klingender Name bedeutet noch nicht dieselbe geprüfte Eigenschaft.

Die Klassifizierung beschreibt die Filterleistung gegenüber bestimmten Partikelgrößen. Sie beschreibt nicht die Maße des Filters, seine Einbaulage oder die Freigabe für ein Lüftungsgerät. Halten Sie deshalb die Frage nach der Filterklasse von der Frage nach der technischen Kompatibilität getrennt. Beide müssen beantwortet sein.

Zuluft und Abluft nicht verwechseln

Ein zentrales Lüftungsgerät hat unterschiedliche Luftwege. Welche Filter darin eingesetzt werden und an welcher Position, ergibt sich aus der Anleitung des konkreten Modells. Die Verpackung eines Ersatzfilters sollte sich diesen Positionen eindeutig zuordnen lassen. Zwei ähnlich große Einsätze sind nicht allein deshalb austauschbar.

Eine höhere Abscheidung ist zudem kein Anlass, irgendeinen dichteren Einsatz zu verwenden. Der Luftwiderstand gehört zum Betrieb der Anlage. Zehnder beschreibt den Zusammenhang zwischen Filter und nötiger Geräteleistung. Ein passendes System berücksichtigt daher mehr als das Etikett mit der Partikelklasse. Ungeprüfte Filterkombinationen können den vorgesehenen Luftweg verändern.

Welche Daten vor der Bestellung nötig sind

Beginnen Sie mit Hersteller und genauer Gerätebezeichnung. Vergleichen Sie anschließend die freigegebenen Artikelnummern, Filterpositionen und die Angaben in der Anleitung. Die bisherige Packung kann als Hinweis helfen, ist aber kein Beweis dafür, dass früher der richtige Einsatz verwendet wurde. Bewahren Sie eine nachvollziehbare Zuordnung für den nächsten Wechsel auf.

Wenn ein Anbieter nur eine allgemeine Liste mit vielen Geräten nennt, prüfen Sie die konkrete Modellvariante. Baujahr, Serie und Ausführung können relevant sein. Schneiden Sie keinen Filter passend und setzen Sie keine zusätzliche Lage ein, um eine andere Klasse nachzubilden. Eine mechanisch passende Form ersetzt keinen geeigneten Aufbau.

Filterwechsel und Anlagenprüfung auseinanderhalten

Ein Filterwechsel ist eine bestimmte Wartungsaufgabe. Anhaltender Geruch, ungewohnte Geräusche oder unzureichende Luftbewegung sind damit nicht automatisch behoben. Folgen Sie den für Nutzer vorgesehenen Pflegeanweisungen und lassen Sie weitergehende Arbeiten gesondert prüfen. Verändern Sie nicht gleichzeitig die Ventileinstellung, wenn Sie nur einen Filter ersetzen möchten.

Bei einer Anfrage an AW HTK wählen Sie Wohnraumlüftung. Gerätemodell, bisherige Filterbezeichnung und die beobachtete Veränderung helfen bei der Zuordnung. Das Ziel ist ein geeigneter Ersatz im bestehenden System; eine bestimmte Filterklasse wird nicht pauschal für jede Wohnung empfohlen.

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